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Die Kunst des Liebens

Bücher
Die Kunst des Liebens - Erich Fromm
Vorab ein paar Worte zu Erich Fromm, dem Sozialwissenschaftlicher, Psychoanalytiker und vor allem dem Humanisten.
Gelebt hat Fromm von 1900- 1980 und sein Hauptwerk ist zweifelsfrei „Die Kunst des Liebens“  
Nach der Machtergreifung Hitlers verließ er Deutschland, zog zunächst in die Schweiz und emigrierte im Mai 1934 in die Vereinigten Staaten, wo er an der Columbia University in New York tätig war.  
Fromm beteiligte sich aktiv an der US-amerikanischen Friedensbewegung und es heißt, dass das FBI über ihn ein sehr umfassendes Dossier hat.
Fromm war ein unbequemer und auch lauter Vordenker. Laut im Sinne von „sich Gehör verschaffen“, Meinung äußern und Konsequenzen daraus ziehen.
Der Mensch hat nach Fromm nicht nur physische, sondern auch psychische Grundbedürfnisse, die in seiner Existenz wurzeln. Hieraus ergibt sich, dass für seine psychische Gesundheit universelle Kriterien gelten, die vom gesellschaftlichen System entweder gefördert oder unterdrückt werden können.  
Ein psychisches Grundbedürfnis ist das nach Liebe. Umfassend beschrieben in Fromm´s „Die Kunst des Liebens“

Mein Lieblingssatz aus dem gesamten Buch:
In der Liebe kommt es zu dem Paradoxon, dass zwei Wesen eins werden und trotzdem zwei bleiben.

Weiter unten einige Passagen daraus, die mich sehr angesprochen haben und von denen ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufe und nachlese, wie wahr sie sind.
Teil diese wichtige Erfahrung gern mit mir.


Die meisten Menschen sehen das Problem der Liebe in erster Linie als das Problem, selbst geliebt zu werden, statt zu lieben und lieben zu können. Daher geht es für sie nur darum, wie man es erreicht, geliebt zu werden, wie man liebenswert wird.

Viele Menschen meinen, zu lieben sei ganz einfach, schwierig sei es dagegen, den richtigen Partner zu finden, den man selbst lieben könne und von dem man geliebt werde.

Der Mann ist hinter einem attraktiven jungen Mädchen und die Frau ist hinter einem attraktiven Mann her. Dabei wird unter „attraktiv“ ein Bündel netter Eigenschaften verstanden, die gerade beliebt und auf dem Personalmarkt gefragt sind. Was einem Menschen speziell attraktiv macht, hängt von der jeweiligen Mode ab – und zwar sowohl in körperlicher wie auch in geistiger Hinsicht.

Jedenfalls entwickelt sich das Gefühl der Verliebtheit gewöhnlich nur in Bezug auf solche menschlichen Werte, für die man selbst entsprechende Tauschobjekt zur Verfügung hat.

Die beiden Menschen lernen einander immer besser kennen, und dabei verliert ihre Vertrautheit immer mehr den geheimnisvollen Charakter, bis ihr Streit, ihre Enttäuschungen, ihre gegenseitige Langeweile die anfängliche Begeisterung getötet haben. Anfangs freilich wissen sie das alles nicht und meinen, heftig verliebt und „verrückt“ nacheinander zu sein, sei ein Beweis für die Intensität ihrer Liebe, während es vielleicht nur beweist, wie einsam sie vorher waren.

Es gibt kaum eine Aktivität, kaum ein Unterfangen, das mit so ungeheuren Hoffnungen und Erwartungen begonnen wird und das mit einer solchen Regelmäßigkeit fehlschlägt wie die Liebe.

Trotz unserer tiefen Sehnsucht nach Liebe halten wir doch fast alles andere für wichtiger als diese: Erfolg, Prestige, Geld und Macht.

Halten wir vielleicht nur das für der Mühe wert, womit wir Geld verdienen oder was unser Prestige erhöht, und ist die Liebe, die „nur“ unserer Seele nützt und die im modernen Sinne keinen Gewinn abwirft, ein Luxus, für den wir nicht viel Energie aufbringen dürfen ?

Der Mensch ist mit Vernunft ausgestattet; er ist Leben, das sich seiner selbst bewußt ist. Dieses Bewußtsein seiner selbst als einer eigenständigen Größe, das Gewahrwerden dessen, dass er eine kurze Lebensspanne vor sich hat, dass er ohne seinen Willen geboren wurde und gegen seinen Willen sterben wird, dass er allein und abgesondert und der Kräften der Natur und der Gesellschaft hilflos ausgeliefert ist - all das macht seine abgesonderte, einsame Existenz zu einem unerträglichen Gefängnis. Er würde dem Wahnsinn verfallen, wenn er sich nicht aus diesem Gefängnis befreien könnte – wenn er nicht in irgendeiner Form seine Hände nach anderen Menschen ausstrecken und sich mit der Welt außerhalb seiner selbst vereinigen könnte.

Alle Formen der orgiastischen Vereinigung besitzen drei Merkmale: sie sind intensiv, ja sogar gewalttätig, sie erfassen die Gesamtpersönlichkeit, Geist und Körper, und die sind vorübergehend und müssen regelmäßig wiederholt werden.

Der Wunsch nach einer zwischenmenschlichen Vereinigung ist das stärkste Streben im Menschen.

Die reife Liebe bewahrt die eigenen Integrität und Individualität.

In der Liebe kommt es zu dem Paradoxon, dass zwei Wesen eins werden und trotzdem zwei bleiben.

Liebe ist etwas, das man in sich selbst entwickelt, nicht etwas, dem man verfällt.


Erich Fromm
Die Kunst des Liebens
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Carmen Ritter
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