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Carmen
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Corona03Juni2020

Kommentar
 
Corona und kein Ende

Mitte März – unmittelbar nach der Geburtstagsfeier einer Freundin – kam die Ausgangsbeschränkung. Kein Verbot, aber doch eine deutlich wahrnehmbare Einschränkung. Nirgends mehr einfach so hin gehen, hin fahren können. Das sind wir, zum Glück, nicht gewohnt.
Ja, es nervt, ja, es nervt mich auch. Viele Diskussionen, viel Unsicherheit, Zweifeln, Infragestellen, Besserwissen.
Und über allem der Appell der Eigenverantwortung. Nur dann können starre Regeln gelockert oder aufgehoben werden.
Eigenverantwortung klingt in meinen Ohren wie Hohn.  
Eigenverantwortung klappt so gut, wie z. B. nicht zu rauchen. Klar weiß jeder Raucher,  dass rauchen die Gesundheit schädigt, die eigene und die der Menschen um ihn herum. Dennoch rauchen Eltern in der selben Wohnung, in der sie mit ihren Kindern leben oder gar im Auto mit dem geliebten Kind auf dem Rücksitz.
Das ist in meinen Augen Körperverletzung oder doch die Eigenverantwortung ?
Oder viele fühlen sich plötzlich der eigenen Verantwortung bewusst, wenn sie aufgefordert werden, sich einen Organspendeausweis zuzulegen. Um keinen Preis wollen sie ihre Organe hergeben. Aber natürlich möchten sie, dass andere Menschen dies tun, wenn sie selbst eines brauchen sollten.  
Ist das Egoismus oder Eigenverantwortung ?
Vorgaben, Richtlinien, Gesetze finden wir fast immer blöd,  zumindest dann, wenn sie unseren eigenen Interessen im Wege stehen. Weisen sie uns doch in unsere Schranken. Schließlich können wir doch selbst entscheiden, was gut für uns ist, was wir wollen und was wir brauchen ...
Meine zwei kleinen Beispiele haben gezeigt, dass dem eben nicht so ist.
Die Corona-Beschränkungen sind hart, ohne Frage. Ich kenne niemanden, der sie toll findet.
Ich hasse es, eine Maske zu tragen, habe ich doch das Gefühl, dadrunter zu ersticken.
Mir fehlt das gesellige Beisammensein mit Freunden, das Reden, Diskutieren, Lachen, das gemeinsame Essen und Trinken. Und doch ist die Verbreitung von Covid19 so massiv und so bedrohlich, dass ich dieses Beisammensein nicht guten Gewissens verantworten kann.
Mir fällt es schwer zu glauben, dass jemand ernsthaft darüber nachdenkt, in diesem Sommer mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen oder sich wieder auf ein Kreuzfahrtschiff begibt, ja, wir fahren nur mit halber Passagierzahl. Großartig, nur 2000 Infizierte, statt 4000. Im freundlichsten Fall kann ich so ein Verhalten naiv nennen.
Wie gering ist da die Eigenverantwortung und wie groß die Ignoranz der Gesellschaft gegenüber ?

Jede Krise bringt immer das Beste und das Schlechteste in einem Menschen zum Vorschein.
In diesem Sinne, pass auf Dich auf und bleib gesund – an Leib und Seele.

Carmen

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Carmen Ritter
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